|
Bericht zur Jahresrechnung 2010
LAUFENDE RECHNUNG
Für das Jahr 2010 kann Ihnen der Einwohnergemeinde-rat Erstfeld einen positiven Rechnungsabschluss unter-breiten. Die Laufende Rechnung schliesst mit einem Aufwand von SFr. 14‘386‘100.02 und einem Ertrag von SFr. 15‘948‘879.01 mit einem Ertragsüberschuss von SFr. 1‘562‘778.99 ab. Nebst den ordentlichen Abschrei-bungen von SFr. 525‘300.00 wurden auf dem Verwal-tungsvermögen zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von SFr. 1‘417‘570.00 vorgenommen.
|
|

Amtsrechnungen können auf der Gemeindeverwaltung Erstfeld verlangt oder per E-Mail bestellt werden.
Amtsrechnung bestellen
Amtsrechnung online
|
INVESTITIONSRECHNUNG
In der Investitionsrechnung sind sämtliche Ausgaben und Einnahmen enthalten, die mit der Schaffung von zusätzlichem Verwaltungsvermögen der Einwohnergemeinde zusammenhängen. Im Jahr 2010 weist die Investitionsrechnung bei Ausgaben von SFr. 617‘652.60 und Einnahmen von SFr. 147‘804.00 eine Nettoinvestitionszunahme von SFr. 469‘848.60 aus. Budgetiert war eine Nettoinvestitionszunahme von SFr. 1‘620‘000.00. Die Abweichung beträgt somit SFr. 1‘150‘151.40 und kann wie folgt begründet werden: Die geplante Sanierung des Gemeindeparkplatzes sowie der neue Kinderspielplatz beim Schulhaus Jagdmatt mussten aus verschiedenen Gründen auf das Jahr 2011 verschoben werden. Die budgetierten Investitionen von rund 1 Mio. Franken werden voraussichtlich im Jahre 2011 anfallen.
BESTANDESRECHNUNG
Die Nettolast (ohne Abwasser/Wasser) hat im Jahre 2010 um SFr. 3‘078‘336.14 abgenommen. Sie beträgt per 31. Dezember 2010 SFr. 2‘020‘866.42. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung der Bevölkerung von SFr. 537.46 (Vorjahr SFr. 1‘345.79).
Per 31. Dezember 2010 weist die Gemeinderechnung Eigenkapital von SFr. 1‘737‘630.59 (Vorjahr SFr. 174'851.60) aus.
ALLGEMEINE BEMERKUNGEN ZUR FINANZLAGE
Das Rechnungsergebnis 2010 ist als hervorragend zu werten und wohl einmalig. Die Gemeinde-rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von SFr. 1‘562‘778.99 ab. Berücksichtigt man die zusätzlichen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen, ist das Rechnungsergebnis im Ver-gleich zum Voranschlag sogar um rund 3 Mio. Franken besser. Die Bestandesrechnung weist ein Eigenkapital von SFr. 1‘737‘630.59 aus. Das ausserordentlich gute Ergebnis ist vor allem mit dem massiven Anstieg der Steuererträge bei den jur. Personen zu begründen.
Es ist richtig, sich an diesem wahrscheinlich einmalig guten Rechnungsergebnis zu erfreuen. Daraus entstehende Begehrlichkeiten, wie Steuersenkungen oder zusätzliche Investitionen, gilt es nach wie vor kritisch zu beurteilen. Die angefallenen Steuermehrerträge stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Baustelle der AlpTransit/NEAT. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Steuereinnahmen voraussichtlich genau so schnell sinken, wie sie in den letzten Jahren ange-
stiegen sind. Hinzu kommt, dass die Neuordnung der Pflegefinanzierung ab dem Jahr 2011 die Laufende Rechnung mit jährlich zusätzlichen Aufwendungen von rund 1 Mio. Franken belastet.
Die Behörden sind, trotz des überaus erfreulichen Rechnungsergebnisses 2010, gefordert, neue Ausgaben und Investitionen kritisch zu beurteilen und die finanziellen Mittel nachhaltig einzusetzen.
|